DHTI - Deutsches HolzTreppen Institut

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Sicherheit im Holztreppenbau
Holztreppen: Sicher auf Schritt und Tritt

"Drei Elefanten trägt die Treppe"
...schrieb das Wiesbadener Tagblatt am 28. Oktober 1998 beeindruckt.

In einem Belastungsversuch an der Fachhochschule Wiesbaden wurde eine nach dem "Regelwerk Handwerklicher Holztreppenbau" gebaute Mustertreppe aus Fichte getestet, ihre Tragfähigkeit und Standfestigkeit bewiesen.
"Solche Treppen, einen Meter und zehn Zentimeter breit, begegnen einem in zahllosen Einfamilienhäusern, von Handwerksbetrieben gefertigt".

Sparen Sie nicht an der falschen Stelle!

Sogenannte "Spar-", "Samba-", "Schiffs-" oder "Schmetterlingstreppen", wie sie zum Beispiel in Baumärkten angeboten werden, sind preiswerter als vollwertige Treppen, aber simpler in der Machart, schmal, steil und weniger tragfähig.
Diese Treppen sind baurechtlich nur in Ausnahmefällen zugelassen. Denn für normale Wohnräume brauchen Sie zwingend eine sogenannte "notwendige" Treppe - auch für das ausgebaute Dachgeschoß. Welche Stufenbreite und Steigung "notwendige"Treppen nach DIN 18065 aufweisen müssen, sehen Sie in unserem Diagramm.
Wenn auf einer baurechtlich nicht zugelassenen Treppe etwas passiert, zahlen Unfall-, Kranken- und Haftpflichtversicherung nicht.
Der Bauherr ist in der Verantwortung, wenn jemandem bei einem Treppenunfall etwas zustößt.

Was ist eine Treppe?

Was eine Treppe ist, definiert die DIN 18065. Sogenannte "Spartreppen" sind nur als "nicht notwendige" Treppen erlaubt.

1.
Steigeisen
2.
Leitern
3.
Leitertreppen
4.
Treppen
4.1. Kellertreppen und Bodentreppen, die nicht zu Aufenthaltsräumen führen nach Tabelle 1, Zeile 2 und 3, sowie baurechtlich nicht notwendige (zusätzliche) Treppen nach Tabelle 1, Zeile 5
4.2. Baurechtlich notwendige Treppen, die zu Aufenthaltsräumen führen, für Wohngebäude mit nicht mehr als zwei Wohnungen, nach Tabelle 1, Zeile 1
4.3. Baurechtlich notwendige Treppen in sonstigen Gebäuden nach Tabelle 1, Zeile 4
5. Rampen
Grenzwerte (Fertigmaße im Endzustand) DIN 18065

Spalte 1 2 3 4 5
Zeile Gebäudeart Treppenart Nutzbare
Treppenlaufbreite
min.
Steigung
s2
max.
Auftritt
a3
min.
1 Wohngebäude
mit nicht mehr
als zwei
Wohnungen 1
Treppen, die zu Aufent-
haltsräumen führen
80 20 234
2 Kellertreppen, die nicht zu
Aufenthaltsräumen führen
80 21 215
3 Bodentreppen, die nicht zu
Aufenthaltsräumen führen
50 21 215
4 Sonstige
Gebäude
Baurechtlich notwendige
Treppen
100 19 26
5 Alle Gebäude Baurechtlich nicht notwen-
dige (zusätzliche) Treppen,
(siehe 3,4)
50 21 21

1) schließt auch Maisonette-Wohnungen in Gebäuden mit mehr als zwei Wohnungen ein.

2) aber nicht < 14cm
3) aber nicht > 37cm

4) Bei Stufen, deren Auftritt a unter 26cm liegt, muß die Unterschneidung und mindestens so groß sein, daß insgesamt 26cm Trittfläche (a + u) erreicht werden.

5) Bei Stufen, deren Auftritt a unter 24cm liegt, muß die Unterscheidung und mindestens so groß sein, daß insgesamt 24cm Trittfläche (a + u) erreicht werden.