DHTI - Deutsches HolzTreppen Institut

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Holztreppen - Konstruktionstypen

Gesetzliche Anforderungen nach den Landesbauordnungen hinsichtlich der Standsicherheit.
Jede bauliche Anlage muss im Ganzen und in ihren einzelnen Teilen für sich allein standsicher sein (§15 Musterbauordnung (MBO)).


D.h. jede Treppe bedarf, unabhängig von Gebäudeart und Konstruktionstyp, eines Nachweises der Standsicherheit.
Hierbei ist nachzuweisen, dass die Treppenkonstruktion ihr Eigengewicht und eine von der Gebäudeart abhängige Verkehrslast nach DIN 1055 (z.B.: bei Wohngebäuden eine Flächenlast von 3,50 kN/m² bzw. eine Einzellast von 1,5 kN) unter Beaufschlagung von Sicherheiten abtragen kann. Die geltenden technischen Baubestimmungen sind zu beachten.

Gebäudearten

I. Wohngebäude mit nicht mehr als zwei Wohnungen
II. sonstige Wohngebäude
III. sonstige Gebäude

Konstruktionstypen 1-6

Handwerkliche Holztreppen

zu I.

Nachweis der Standsicherheit ist bei Einhaltung des Regelwerkes "Handwerkliche Holztreppen" erbracht.
Das Regelwerk "Handwerkliche Holztreppen" wurde in fachlicher Abstimmung mit dem SVA (A) "Vorgefertigte Treppen" (Deutsches Institut für Bautechnik – DIBt – Berlin) erarbeitet.

Geltungsbereich:

Handwerklich hergestellte Treppen aus Nadelholz, Laubholz und/oder Holzwerkstoffen mit gestemmten oder aufgesattelten Stufen in Wohngebäuden mit nicht mehr als zwei Wohnungen.

Der Grundsatzausschuss (GA 1) für fachübergreifende Fragen der Brauchbarkeits- und Verwendbarkeitsnachweise und die Fachkommission Baunormung haben zum Regelwerk folgenden Beschluss gefasst:

Das Regelwerk "Handwerkliche Holztreppen" kann als allgemein anerkannte Regel der Technik angesehen werden. Es wird weder in die Liste der Technischen Baubestimmungen noch in die Bauregelliste A Teil 1 aufgenommen.Handwerkliche Holztreppen innerhalb des Geltungsbereichs der Regel (s.o.) werden als Bauart nach allgemein anerkannter Regel der Technik bzw. als sonstige Bauprodukte gemäß MBO § 20 (1), letzter Absatz, angesehen.

das heißt also, handwerkliche Holztreppen bedürfen auch bei Abweichungen von der Regel (dem Regelwerk) keines Nachweises durch eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung, ein allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis oder eine Zustimmung im Einzelfall, sofern der Geltungsbereich beachtet wird. Abweichungen von der Regel, z.B. andere Abmessungen, oder andere Verbindungsmittel anstatt der Spannschrauben, liegen im Verantwortungsbereich des Herstellers.
Vom Hersteller ist die Gleichwertigkeit, d.h. z.B. Einhaltung der 3fachen Sicherheit gegen Bruch, durch Ersatzmaßnahmen, z.B. Standsicherheitsberechnungen oder Belastungsnachweise, sicherzustellen.

zu II./III.

Nachweis der Standsicherheit ist in jedem Einzelfall zu erbringen und es ist ggf. ein Verwendbarkeitsnachweis über eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung ( § 21 MBO) oder eine Zustimmung im Einzelfall (§ 22 MBO) erforderlich

Konstruktionstypen 7-10

Systemtreppen mit Trittstufen und tragendem Handlauf aus Holz.

Mittelholmtreppe Falstwerkstreppe Tragbolzentreppe

nach DIN 18069

Konstruktionstypen 14 - 16

Spindeltreppen

Konstruktionstypen 1 - 16

Weitere Anforderungen je nach Gebäudeart und Nutzung

 

zu I./II./III. (I jedoch nur Reihen- und Doppelhäuser)

DIN 4109 Schallschutz im Hochbau ist zu beachten.

zu II./III.

Brandschutztechnische Anforderungen an Bauteile entsprechend der jeweiligen Landesbauordnung (LBO) sind zu beachten.

das Arbeitsschutzrecht, die Arbeitsstättenverordnung und die
Unfallverhütungsvorschriften sind zu beachten.
- ZH 1/113 Merkblatt für Treppen
- M 44 Sicherheit auf Treppen

zu III.

zusätzliche Sondervorschriften des Bauordnungsrechtes der 16 Bundesländer, z.B.:

- Versammlungsstättenverordnung

- Verkaufsstättenverordnung

- Gaststättenbauverordnung

- Schulbaurichtlinien