DHTI - Deutsches HolzTreppen Institut

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Holztreppentagung 2010

10 Jahre DHTI

Von einer erfolgreichen Holztreppentagung kann das Deutsche Holztreppeninstitut e. V. (DHTI) berichten. Alle zwei Jahre findet die Veranstaltung im April statt. Räumlich festgelegt hat man sich auf die Mitte Deutschlands, nämlich auf Fulda und das dortige Hotel- und Kongresszentrum Esperanto.


Im April 2010 feierte das DHTI sein zehnjähriges Bestehen mit rund 100 Gästen aus Deutschland und der Schweiz. „Das Kind hat sich prächtig entwickelt“, so Prof. Dr. Ing. Achim Irle in seinem breit gefächerten und amüsanten Festvortrag. Vor allem die vielen Forschungsvorhaben zur Ergänzung des Regelwerkes „Handwerkliche Holztreppen“ haben zum guten Renommee des DHTI beigetragen.
„Wir haben uns fachlich, organisatorisch und finanziell etabliert“, bilanzierte Geschäftsführer Michael Peter. Damit habe man die ursprünglichen Bedenken auf Ebene des Bundesverbandes Holz und Kunststoff hinsichtlich der Finanzierbarkeit eines eigenständigen Institutes für Holztreppen erfolgreich zerstreut. Das DHTI hat zurzeit über 80 Mitglieder, wovon sich 65 aktiv mit dem Holztreppenbau beschäftigen. Die Treppenhersteller im DHTI produzieren jährlich über 20.000 Geschosstreppen aus Holz bei einem Umsatzvolumen von rund 60 Millionen Euro.

Als besonderer Erfolg rechnet sich das DHTI an, dass man auf nationaler und europäischer Ebene ganz maßgeblich die Normungsarbeit beeinflusst habe und weiterhin beeinflussen werde.

Dr. Mark Seibel, Richter aus Nordrhein-Westfalen, beleuchtete in seinen Ausführungen und der anschließenden munteren Diskussion die vielfältigen rechtlichen Probleme für Holztreppenbauer. Dabei ging es unter anderem auch um die Frage, ob man schon mangelhaft arbeitet, wenn man eine an sich zulassungsbedürftige Treppe ohne Zulassung herstellt und verkauft. Seibel riet davon ab, sich insoweit auf einen theoretisch denkbaren Vorabhinweis an die Kundschaft zu verlassen. „Ich kann mir kaum vorstellen, dass man einem solchen Hinweis rechtssicher in der gebotenen Ausführlichkeit formulieren kann“, so der Richter aus Siegen.
Am Nachmittag ging es um das große Thema „Glas im Treppenbau“. Reiner Oberacker vom Glaserverband Baden-Württemberg konnte hier anschaulich die komplexe Situation bei Glas als Bestandteil von Umwehrungen und Geländern darstellen. Offenbar gibt es insoweit eine große Grauzone des technisch Machbaren und des normativ Zulässigen, die sicher einer weiteren Bearbeitung durch das DHTI bedarf.
Zum Abschluss öffnete Thomas Baumgärtner die gestalterischen Horizonte mit dem Thema „Glas als Stufenmaterial“. Der technische Leiter Glasbau der Firma Glas Trösch konnte hier viele interessante und attraktive Beispiele für Treppenanlagen aus Glas präsentieren. Vielleicht ergeben sich aus seinem Vortrag für den einen oder anderen Holztreppenbauer neue Ansätze zu Materialkombinationen.

 

Weiterführende Links:

 

www.glastroesch.de/

www.gff-online.de/.

 


 

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