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Ein- und Ausbaukosten bei mangelhaftem Material

Entscheidung des BGH zulasten des Handwerks

Eine neue Entscheidung des BGH - s. beigefügte Pressemeldung - bringt Klarheit zur alten Streitfrage, wofür der Baustoffhändler haftet: Jedenfalls nicht, sofern ihn kein Verschulden trifft, für die Wiederherstellungskosten, u. a. also die Aus- und Wiedereinbaukosten, sondern nur für den Materialersatz.


 

Wenn also Lack, Leim oder Holz Mängel aufweisen und deshalb eine Treppe ausgetauscht werden muss, muss der Händler eben nur das betreffende Material erneut liefern, und der Treppenbauer bleibt auf den Wiederherstellungskosten, also für Aus- und Einbau, aber auch für die Neuanfertigung der Treppe, sitzen.

 
Ist der Kunde des Händlers aber Verbraucher, muss der Händler alles Vorgenannte bezahlen. Und ist der Lieferant selbst der Hersteller, kann der Handwerker durchaus schon mal ein Herstellungsverschulden nachweisen. Bei Zwischenschaltung eines (schuldlosen) Händlers ist ihm aber der Rückgriff auf den Hersteller nicht möglich, weil er mit dem Hersteller keinen Vertrag hat!
 
Es stellt sich die schwierige verbandspolitische Aufgabe, entweder für eine Änderung des Gesetzes zu sorgen oder Hersteller zur Abgabe eines Garantieversprechens zu bewegen, das auch die Wiederherstellungskosten umfasst.
 
 
Vergleiche dazu auch in unserem Archiv die Entscheidung des EuGH zur Haftung für Sachmängel gegenüber Verbrauchern.
 
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